Wenn Köpfe und Daten miteinander kommunizieren

Wenn Köpfe und Daten miteinander kommunizieren

Finanzen & Wirtschaft 2 min. Lesezeit
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Roger Studer Anlage- und Finanzexperte

Die Welt wird immer komplexer, immer komplizierter. Als einzelner durchzublicken, scheint ein Ding der Unmöglichkeit. Aber auch der Unnötigkeit. Schliesslich gibt es die Weisheit der Vielen. Die Schwarmintelligenz.

Köpfe und Daten kommunizieren miteinander

Statt auf sich alleine gestellt zu sein, greift man auf das Wissen hunderter und tausender zurück. Die Digitalität macht diesen Zugriff schnell und einfach. Mit der Digitalität gelingt es gar, menschliches Wissen und elektronische Daten zu einer grossen Datenmenge zu aggregieren und systematisch nutzbar zu machen. Dabei können riesige Datenvolumen systematisch mit individuellen Präferenzen verknüpft und ausgewertet werden. Köpfe und Daten kommunizieren miteinander.

Die Crowd– neue Form gesellschaftlicher Kooperation

Das Resultat sind Antworten auf offene Fragen, Lösungen für anstehende Herausforderungen, Grundlagen für drängende Entscheidungen. Die Crowd macht alles verständlicher, leichter, klarer, sicherer. Das Wissen gehört nicht mehr einzelnen Experten, sondern der Menge. Die smarten Mehrheiten werden spontan, flexibel, dynamisch und zeitlich befristet gebildet. Das ist eine neue Form von gesellschaftlicher Kooperation.

Dank Smart Data steuert sich künftig alles von selbst

Durch die Nutzung von Smart Data in Unternehmen entsteht eine intelligente Smart Factory, die optimal für Vertrieb und Produkte eingesetzt werden kann.

rogerstuder.vontobel.com

Wir profitieren heute von der kollektiven Intelligenz. Auf Wikipedia, dieser Online-Enzyklopädie des Wissens. Bei Quiz-Sendungen, wenn das Publikum zur Lösungsfindung herbeigezogen wird. Oder in den Sozialen Medien, die nach dem Muster der Schwarmintelligenz funktionieren: Spannendes findet rasend schnell Verbreitung, Langweiliges verschwindet im viralen schwarzen Loch. Die weltweit grösste Zeitung – Facebook – wird nicht mehr von Journalisten gemacht, sondern von uns allen. Der Schwarm sammelt Informationen, generiert Empfehlungen, stellt Zusammenhänge her, beantwortet Fragen. Der Schwarm als Kollektiv von unternehmerisch handelnden Individuen.

“Die #Schwarmintelligenz vermittelt Sicherheit und löst einen Vertrauenseffekt aus.“

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Als Schwarm machen wir die Märkte intelligenter

Dabei funktioniert die Schwarmintelligenz nicht als statischer Entscheidungsgenerator, sondern als dynamischer Organismus. Durchaus im „Trial and Error“-Modus. Aber immer ausgerichtet auf die aktuell beste Lösung. Der Schwarm hat einen gravierenden Vorteil: Er hat immer den besten Überblick.

Das Wissen gehört nicht mehr einzelnen Experten, sondern der Menge

Gemeinsam wissen Menschen mehr. Und gemeinsam treffen sie Entscheidungen, die breiter abgestützt sind. Kollektive Intelligenz ist dann besonders interessant, wenn eine möglichst breite Diversität vertreten ist. Die Schwarmintelligenz vermittelt Sicherheit und löst einen Vertrauenseffekt aus. Wir fühlen uns aufgehoben im Wissen der anderen. Und wir machen unser Denken und unser Verhalten über die Menge wahrnehmbar. Wir können als User oder als Kunden entschlüsselt werden, unsere Bedürfnisse können über die Menge identifiziert werden. Als Schwarm machen wir so auch die Märkte intelligenter. Und die Angebote, die uns die Märkte machen.

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