Wie Digitalisierung Ideen unsterblich macht

Wie Digitalisierung Ideen unsterblich macht

Finanzen & Wirtschaft 3 min. Lesezeit
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Roger Studer Anlage- und Finanzexperte

Die digitale Revolution ist so ganz anders als alle vorangegangenen technologischen Entwicklungen. Und wir stecken mittendrin, in der Revolution durch die digitale Technologie – und diese erfasst alle Lebensbereiche und verändert die Wirtschaft fundamental. Die Welt bewegt sich rasend vom Informationszeitalter ins digitale Zeitalter. Digitale Dienstleistungen können praktisch kostenlos kopiert und mit Lichtgeschwindigkeit um den Globus verbreitet werden.

Alles wird digitalisiert. Das hat einen Einfluss auf den Zugang und auf die Weiterentwicklung. Denn mit der Digitalisierung gibt es kaum noch abgeschlossene Vorgänge. Ideen erschöpfen sich nicht irgendwann, sondern werden dauernd weiterentwickelt. Sie sind keine in sich geschlossene Denkräume, sondern Bausteine für neue, nächste Ideen.

“#Digitalisierung fungiert als stetige Weiterentwicklung von vorhandenen Ideen.“

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Alles unterliegt einer andauernden Transformation. Möglich wird dieses Kontinuum durch die Verknüpfung der Datenmengen, die fortlaufend angehäuft werden.

Digitalisierung greift branchenübergreifend – und führt zu neuen Wettbewerbsbedingungen

Die neuen Technologien sind unglaublich flexibel, schnell und umfassend. Die Digitalisierung schreitet in hohem Tempo voran und verändert die Märkte wie keine andere Kraft bisher. Als Folge davon werden sich schätzungsweise 40 Prozent der Unternehmen in den kommenden fünf Jahren in einem völlig veränderten Wettbewerbsumfeld befinden, wie eine Studie des Global Center for Digital Business Transformation (DBT) prophezeit. Am schnellsten verbreitet sich die Digitalisierung in den Bereichen Medien, Detailhandel, Finanzendienstleistungen und Fertigung. Auch das Gesundheits- und das Bildungswesen partizipiert immer stärker an den digitalen Errungenschaften. Diese Errungenschaften bringen neue Dimensionen der Effizienzsteigerung mit sich. In Kombination mit Prozessänderungen und organisatorischen Innovationen schafft die Digitalisierung markante Produktivitätssteigerungen.

Big Data bietet Unternehmen unbegrenzte Möglichkeiten

Wie wir dem digitalen Wandel begegnen müssen | Roger Studer

Wie können wir die Zukunft in der digitalen Welt gestalten? Erfahren Sie hier, wie wir es schaffen können, dem digitalen Wandel zu begegnen.

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Darüber hinaus wussten Unternehmen noch nie so viel über ihre Kunden, über die Märkte und die Produkte wie heute. Beim Einkaufen, E-Mailen, Posten, Twittern, Chatten und Surfen, schon bereits beim Start des Computers und beim Tragen des Smartphones produzieren wir riesige Datenmengen. Das Volumen von Big Data, diesen Massendaten, nimmt exponentiell zu, und ermöglicht die Wechselwirkungen x-beliebiger Parameter. Millionen internetfähiger Geräte können in Echtzeit weltweit zusammenarbeiten, Daten austauschen, neu verknüpfen und weiterverarbeiten.

Wer diese Datenmengen auszuwerten und in zielgerichtete Geschäftsmodelle umzuwandeln weiss, der gewinnt einen grossen Wettbewerbsvorsprung. Denn Daten über Kunden, Märkte und Konkurrenten gelten als Währung der Zukunft. Doch nicht nur die Menge der Daten ist entscheidend, sondern auch die Schnelligkeit und Präzision ihrer Auswertung.

Digitalisierung heißt aber auch sich Herausforderungen zu stellen

Doch die Wirtschaft steht auch vor der Herausforderung: Wie sind die digitalen Leistungen zu messen? Wie sollen kostenlose Dienstleistungen bewertet werden? Facebook, YouTube, Wikipedia – kostenlose Dienste, die uns informieren, die Wissen vermitteln und uns unterhalten. Wenn jemand also Facebook nutzt anstatt zu telefonieren, Wikipedia anstatt ein Lexikon zu kaufen und YouTube anstatt ins Kino zu gehen, hat er Zugang zu Informationen, Wissen und Unterhaltung, ohne dafür zu bezahlen.

“Wie sind digitale Dienste zu bewerten? Haben wir bereits eine Antwort? #Wirtschaft #BIP“

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Wie soll dieser Vorgang künftig in der Berechnung des Bruttoinlandsprodukts Eingang finden, damit die Digitalwirtschaft und ihre Leistungen – und damit die Auswirkungen der technologischen Revolution – auch in Statistiken real abgebildet und sichtbar werden?

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