Wieso das Handelsblatt dicke Rechnungen an Startups schreibt

Wieso das Handelsblatt dicke Rechnungen an Startups schreibt

Digitalisierung 2 min. Lesezeit
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Jan Bechler Experte für digitales Marketing und digitale Transformation

Was ist passiert? Das Handelsblatt hat in der Vergangenheit mehrfach über Navinum geschrieben. Wir haben den Artikel freudig und auch ein bisschen stolz verlinkt und über den Artikel sehr gefreut und voller Übereifer an verschiedenen Stellen auf der Website auch das Handelsblatt-Logo mit eingebaut, u.a. auch in dem Bereich „Weine bekannt aus“, unter dem wir auch auf verschiedene andere Medien verwiesen haben, die sich daran nicht gestört haben.

Und jetzt: schwupps, ist eine Rechnung über gut 1.000€ für „Lizenzrechte am Handelsblatt-Logo“ auf dem Schreibtisch (die lustigerweise von der FAZ ausgestellt wird).

 

Ein paar Gedanken dazu:
Liebes Handelsblatt,

ich fand und finde Eure Titel eigentlich ganz cool und lese sie gerne (ja, ich lese noch richtig gerne und viele Print-Produkte) und bei überraschend vielen jungen Online-Unternehmern, mit denen ich so tagtäglich zu tun habe, ist es ähnlich.

Aber das ist leider wirklich uncool!
Dass Euer Vorgehen rechtlich sauber ist, will ich nicht bestreiten. Eure Anwälte werden das schon alles geklärt haben. Und wahrscheinlich hätten wir, um es rechtlich sauber zu machen, vorher bei Euch anfragen, schriftlich um Erlaubnis bitten und dann trotzdem eine Rechnung bezahlen müssen. Also rechtlich alles eindeutig und klar.
Es ist einfach nur nicht cool.
Ihr wollt unsere Links nicht und habt etwas gegen das Handelsblatt-Logo auf unserer Website? Schade, aber ein Anruf hätte das Problem innerhalb von weniger als einer Stunde gelöst. Einfach mal nicht old-economy-mäßig den Konzern-Apparat in Gang setzen sondern zum Telefon greifen.

Es wäre so einfach gewesen. Oder ging es gar nicht um das Logo sondern darum, eine Rechnung schreiben zu können?

Eure Rechnung haben wir natürlich umgehend bezahlt. Eurem Vertriebsmitarbeiter, der lustigerweise 2 Tage nach Rechnungseingang anrief, um uns Print-Anzeigen in Eurem „Wein&Genuss“-Special zu verkaufen, mussten wir aber leider absagen. Ich hoffe, Ihr könnt das nachvollziehen.

 

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An alle anderen: Teilt gerne diesen Beitrag, ich bin mir sicher, es gibt andere Gründer und Startups, die das auch betrifft und die mit ihrem Geld etwas Sinnvolleres anfangen können….

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